die bösen bösen spiele
unsere wohlwollenden führer ahmen in akutem realitätsverlust blindlings ausländische zensurmassnahmen nach.
so berichtet unser aller lieblingsdruckerzeugnis, dass der bundesrat nun auch in der schweiz die «virtuelle darstellung exzessiver gewalt» verbieten will, weil ebendiese «das verhalten von jugendlichen negativ beeinflussen [könne]». stimmt. als langjähriger spieler muss ich täglich gegen den drang, wild um mich zu ballern und zu kettensägen ankämpfen. ganz zu schweigen von der fixen idee, jeden schwebenden felsbrocken mit dem schädel einzudonnern, in der hoffnung, einen wachstumspilz oder gar eine feuerblume zu ergattern.
also, jedenfalls: wer solch überholte pseudopsychologischen weisheiten von sich gibt, wäre besser beraten, still in seinem kämmerchen sitzenzubleiben und darüber nachzudenken, wo er noch ein paar milliönchen an steuergeldern verlochen kann. wie wär’s mit staatlich geförderten, garantiert gewaltfreien computerspielen?
Also, ich habe auch davon gehört, aber ist das als wirklich ‘verboten’ gemeint, wie beispielsweise Kinderpr0n oder Drogenbesitz? Das kann ich mir ja absolut gar nicht vorstellen, dann müsste man ja auch gewisse Filme, Bücher und sogar Songs verbieten… (???)
vielleicht so wie in deutschland, da ist glaubs für "bose" spiele (index) die werbung und glaubs der offene verkauf verboten. viel sinnvoller wäre es, einfach die altersangaben auf den packungen ernst zu nehmen.
Oder einfach mit den Folgen davon besser umzugehen. Beispielsweise könnte ich es mir gut vorstellen, dass man Leute, von denen ‘man sagt’, dass sie bose (sic!) Spiele spielen, und auch sonst ein bisschen den Hang zum Psycho haben, einfach mal probehalber ein, zwei Jahre ins Gefängnis steckt. Mit einem Fernseher, auf dem nur der Murmi läuft.
bis heute glaube ich eigentlich dass nicht dagegen unternommen wurde .. überall sind solche spiele zufinden.
ähm, geht so, “man” ist dran: http://www.gamestar.de/news/vermischtes/1956745/killerspiele.html