Steinzeit der Demokratie
Wie moderne Technologien uns demokratie-mässig in das Altertum zurückwerfen.
Wie Felix Rauch von der SIUG in einem Leserbrief an den Bund festhält, handelt es sich bei den kürzlich erfolgten Studentenratswahlen in Zürich (und wohl auch bei den geplanten geplanten Wahlen in Bern) «um einen Rückschritt in die Steinzeit der Demokratie gemacht mit Hightech-Ausrüstung».
Weiter meint Felix: «Was das überaus komplexe Computersystem genau macht und wie es zum Abstimmungsergebnis kommt, bleibt im Dunkeln. Nur ganz wenige Eingeweihte glauben zu wissen, was das System macht. Aber wer garantiert nachvollziehbar, dass sich kein Teil des Systems (systematisch) falsch verhält?». Die selben Fragen stellen sich auch für ‘richtige’ Wahlen, welche mehr und mehr drohen, in elektronischer Form durchgeführt zu werden. Wie dies sauber geschehen könnte, erläutert er in einer Nachricht auf der SUIG mailinglist.

Wer garantiert denn schon, dass die Wahlen, wie sie bisher stattgefunden haben, keine Systemfehler aufweisen? Erinnern wir uns doch nur an das Jahr 2000 in den USA, oder erst kürzlich in der Ukraine. Ohne polemisch sein zu wollen: ist das Wahl- und Zählverfahren in der Schweiz transparent?
Es ist sicher transparenter als ein elektronisches. Selbst wenn eine Gemeinde manipuliert würde, was ich stark bezweifle (meines wissens schauen sich die helfer gegenseitig auf die finger) wär’s nicht SO tragisch. Beim e-voting gibt’s hingegen normalerweise genau EINEN Server bzw. EINE Datenbank, die man manipulieren muss. Zudem kann im Verdachtsfall nicht nachgezählt werden.
Naja, vertrauen wir balsiger mal, dass er das ganze richtig implementiert hat. und sonst sicher nicht zum nachteil der pinguinisten
hehe