Lenovo wie IBM
Lenovo fühlt sich wohl in IBMs Fussstapfen.
Mancheiner (ich auch) hatte nach der Übernahmen der IBM-PC-und-Laptop-Sparte durch die bis dahin unbekannte chinesische Firma Lenovo leichte Zweifel, ob der gute Ruf, den sowohl Produkte als auch Support aus dem Hause IBM genossen, in den Händen des neuen Besitzers aufrecht erhalten würden.
Als ich am Wochenende plötzlich unschöne Nachrichten in meinen Logfiles fand, und mir SMART bestätigte, dass sich unlesbare Sektoren auf der Festplatte meines Laptops befanden, überfiel mich deshalb ein leicht unwohles Gefühl in der Magengegend. Mein inneres Auge präsentierte mir Horrorvisionen von inkompetentem Support, umständlichen Austauschprozeduren und Datenverlust noch und nöcher.
Ich lud mir deshalb vom Festplattenhersteller ein Diagnosetool herunter um den Befund zu bestätigen und erhielt auch tatsächlich einen “Disposition code: 0×70 - Sector read error”.
So gewappnet kontaktierte ich am Dienstag Nachmittag den IBM/Lenovo Telefonsupport und schilderte mein Problem. Angenehmerweise bot der freundliche Herr (der leider nur Hoch- und kein Schweizerdeutsch verstand) an, mir umgehend eine Ersatzplatte zuzuschicken. Kurz darauf bekam ich noch ein Bestätigungsmail, welches mir mitteilte, die Platte sei zur Zeit leider nicht an Lager und es könne länger dauern. Nicht ganz zwei Tage später kam der Pöstler und überreichte mir das Ersatzteil.
Auch wenn ich hier sonst ja gerne ein wenige herummötzle, in diesem Fall bleibt mir nichts anderes, als mein Unterhalt-o-Meter mal wieder zu missbrauchen und folgendes Urteil zu fällen:
Lenovo support:
10/10
Etwas unerfreulich ist die Qualität der Festplatte selbst. Einerseits liess sie von Anfang an seltsame Geräusche von sich hören (macht das Ersatzmodell ebenfalls, wenn auch (noch) nicht ganz so fest), andererseits sind zwei Jahre doch eine etwas dürftige Lebensdauer, selbst für ein Modell von Hitachi, welche die berühmt-berüchtigte Deathstar-Serie von IBM übernommen haben. Deshalb, und weil der Akku nach gut zwei Jahren schon über dreiviertel seiner Kapazität eingebüsst hat, bringt es das Gerät an sich leider nicht auf eine ganz so gute Note:
Thinkpad X41:
8/10
Alles in allem also immer noch äusserst empfehlenswert, auch wenn jetzt “Lenovo” statt “IBM” draufsteht.
Edit: Bewertung angepasst, siehe Kommentare

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Okay: Seltsame Geräusche und Defekt der Festplatte und Akku nach zwei Jahren noch bei 25% der Kapazität heisst also 9/10 (ohne Vorteile aufgezählt zu haben). Ich gehe davon aus, dass es Dir mitten ins Gesicht hätte explodieren müssen um ein 8/10 zu erhalten.
Disclaimer: The views expressed in this comment are my personal views, not the views of my employer (although in this case, it is likely that my employer agrees).
stefan Reply:
September 28th, 2007 at 04:27
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Hehe. Nunja, beim Akku gehe ich davon aus, dass das meine Schuld ist. Bleibt also noch die HD, und da schwankte ich in der Tat zwischen einem und zwei Punkte Abzug, entschied mich dann aber zu nur einem, weil ich am Rest beim besten Willen nichts auszusetzen finden konnte. 8/10 könnte ich aber notfalls auch vertreten
stefan Reply:
September 28th, 2007 at 04:44
Soeben ist mir noch ein anderes Problem eingefallen, welches ich ganz vergessen hatte, da es sich umgehen lässt: Irgendein Bauteil gibt teilweise Grillen-artige Geräusche von sich (für Details bin ich zu faul). Habe deshalb die Bewertung angepasst. Da die restlichen verbauten Komponenten, die enthaltenen Features und die Verarbeitung aber überzeugen, reicht es immer noch für 8 Punkte. Nehme jedoch gerne gratis ein HP-Pendant für einen Vergleichstest
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Da lobe ich mir mein teures, schönes und toll zu bedienendes MacBook Pro.
stefan Reply:
October 1st, 2007 at 15:15
bäh, touchpad.