Ab sofort ist die breite Öffentlichkeit dazu aufgerufen, den neuen, experimentellen planster auszuprobieren. Alles ist anders, vieles ist besser, und dank Philipps Mithilfe ist meiner Meinung nach auch die Optik erheblich ansprechender.
Probleme, Wünsche und sonstige konstruktive Kommentare sind im bug tracker am besten aufgehoben.
Ahja, die NX-Version bitte nicht produktiv verwenden, da die Daten gelegentlich vernichtet werden…
Mein mpd-Jukebox-Web-Frontent “fookebox“, der breiten Öffentlichkeit vielleicht noch aus foobar-Zeiten bekannt, ist soeben in der Version 0.3.0 erschienen. Eine Übersicht der Änderungen findet sich im change log, die meiste Arbeit fand jedoch unter der Haube statt, wo eine Unmenge an Altlasten und unheiligem Gebastel das Zeitliche gesegnet hat.
Viel Spass beim Ausprobieren.
Star Trek:
9/10
Endlich wieder ein guter Star-Trek-Kinofilm!
Vor schätzungsweise zwei Jahren schloss ich Freundschaft mit einem Stamm Mehlmotten. Das heisst, der Stamm schloss Freundschaft mit meinem Küchenschrank, genauer meinem Vorrat an ausgesuchten Lebensmitteln. Wie üblich bei territorialen Konflikten scheiterten sämtliche Verhandlungsversuche und, wie ebenfalls üblich, musste ein Genozid her. So ergab es sich, dass das muntere Völkchen alsbald in Gesellschaft genannter ausgesuchter Lebensmittel an Bord mehrerer blauer berner Qualitätsmüllsäcke von ihrer neuen Heimat aus die Reise in die städtischen Verbrennungsanlagen antraten, ein Abschied ohne Tränen. Nachzügler werden seitdem entweder mit einer Kombination aus dem Taschentuch des Todes und der WC-Spülung der Verdammnis oder dem zweistufigen Sipuro-Massaker, ebenfalls gefolgt von einem Abtransport durch die lokale Kanalisation sanft daran erinnert, dass Ihresgleichen hier nicht länger willkommen ist.
So viel zur Vergangenheit.
Nun scheint sich aber die Gastlichkeit meines Anwesens im Insektenreich herumgesprochen zu haben, sodass ich berets mehrfach Zeuge wurde, wie eine Wespe nach einem prüfenden Rundflug über mein Balkönchen einen etwas zu unschuldigen Gesichtsausdruck aufsetzte, an mir vorbei schlich und auf nimmerwiedersehen in meiner Storenmechanik verschwand. Da die Wespe nicht als besonders freundliches und kuscheligs Haustier bekannt ist, werde ich besagte Storenmechanik wohl in Bälde einer fachmannischen Untersuschung mit anschliessendem erneutem Geozid überlassen um auch diese illegalen Einwanderer meines Heims zu verweisen.
Danach werde ich gespannt warten, welche Abscheulichkeit aus der Fauna mich als nächstes heimsucht. Heugümper? Elefanten? Flugsaurier? Die gespannte Öffentlichkeit wird jedenfalls auf dem Laufenden gehalten werden…
Wieder drohen Abstimmungen. Viele. Ich ignoriere hiermit jedoch alle ausser einer:
Einführung von elektronisch gespeicherten biometrischen Daten im Schweizer Pass und in Reisedokumenten für ausländische Personen: NEIN
Bei der Argumentation schliesse ich mich der Freiheitskampagne an.
Für Lesefaule eine kleine Zusammenfassung: Im Prinzip ist alles wie immer. Sicherheitsorgane würden uns gerne einen GPS-Tracker im Anus montieren, belassen es bis auf weiteres aber bei einer nationalen Datenbank unserer Fotos und Fingerabdrücke sowie der Verwanzung von Pässen und IDs, was aber nur halb so schlimm ist, weil die Daten (“ehrlich, im Fall!”) nur für Schweizer Behörden zugänglich sind, diese nie und nimmer ihre Machtposition missbrauchen würden und “der Schutz der Daten [...] strengen internationalen Normen” entspricht. Das ist sehr beruhigend, denn was international genormt ist, kann nur gut sein!
Ahja, “ein Zugriff ausländischer Behörden [auf die Daten] ist ausgeschlossen”. Das eben erst fachgerecht zu Grabe getragene Bankgeheimnis zwinkert uns aus dem Jenseits zu und erinnert uns daran, wie stark und unbeugsam unsere Obrigkeit “Druck” aus dem Ausland erträgt. “Ausgeschlossen” my ass.
Ähm, ja. Jedenfalls, nein sagen.