Nein, ich habe mit nicht dem Verfassen semiphilosophischer Aussagen verschrieben, sondern zitiere lediglich ab dem neuen Tocotronic Album.
Alles in allem gefallen mir zwar die älteren Alben besser, aber trotzdem kann ich den Kauf von "Pure Vernunft darf niemals siegen" nur empfehlen, insbesondere da mir Lars Horl von Lado Musik (das Label) versichert hat, dass die CD ohne "Kopierschutz" daherkommt.
Wie die unparteiische Presse kürzlich meldete, wollen die staatlichen Geldvernichter in Zukunft Geld für PCs – dürfen sie aber gar nicht.
Herr Nast von der Stiftung für Konsumentenschutz informierte mich wie folgt: «Billag hat falsch informiert. Das BAKOM stellt fest, dass ein Abschluss eines Abonnements für den Empfang von Fernsehprogrammen über Internet bei einem entsprechenden Internet-Anbieter nötig ist (diese Voraussetzung kann in Zukunft wegfallen, wenn das live gestreamte Programmangebot, welches ohne Abonnement empfangen werden kann, qualitativ und quantitativ zunimmt und dem heutigen terrestrischen Programmangebot entspricht).»
Nun gut, sie dürfen noch nicht. Die Aussicht auf das live gestreamte Programmangebot ist jedoch meines Erachtens ebenfalls unerfreulich, zumal die pro-Kopf Abrechnung ein Einfaches wäre. Auch kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass irgendjemand der SRG die Aufgabe gegeben hätte, ihr Programm via Internet zu verbreiten. Dies macht in Zeiten, wo sowohl Unterhaltung als auch Information von privaten Anbietern im Internet zu Genüge vorhanden sind nicht nur keinen Sinn, sondern ist im Gegenteil sogar schädlich, da eine staatlich finanzierte Quelle den Markt der anderen Anbieter zerstört und ich für mich als Konsument am Ende einen subventionierten Brei von qualitativ minderwertiger Lifestyle- und Popstarkacke befürchte. Bereiche staatlich zu versorgen, in denen (aus welchen Gründen auch immer) keine private Konkurrenz existiert ist ein Ding, der Versuch, einen funktionierenden Markt mit meinen Gebührenehöhten Abgaben zu zerstören, ist hingegen etwas völlig anderes.
Jep, fertig gemotzt.
Wie verschiedene Quellen berichten zieht die Kraft, welche meine potentiellen Spendengelder für sich beansprucht nun auch Gebühren für Heimcomputer ein – man könnte damit ja Fernsehen.
Wie die NZZ (finde den Artikel leider nicht online) treffend meint: «Bedenkt man ferner, dass die SRG über eine Gebührenerhöhung nachdenkt und eine möglichst grosszügige Werberegelung anstrebt, beschleicht einen der Eindruck, dass da jemand den Fünfer, das Weggli, die Konfitüre und die Butter gleichzeitig will.»
Als Mensch, der sich im Allgemeinen von Kräften (beidseitig des Politischen Spektrums), welche mit plumpen Schlagworten auf sich aufmerksam machen, nicht einlullen zu lassen versucht, finde ich es doch bedenklich, dass lediglich eine eben solche dazu eine Meinung zu haben scheint. Muss ich tatsächlich Ausländerfeinde wählen, um den auf meine Kosten ausufernden Staatsmedien (23 (!) Sender) einen Riegel zu schieben?
Wie immer Ende Jahr, galt es auch diesmal wieder, die ablaufenden Kinogutscheine loszuwerden. Diesmal mit Tokyo Godfathers und Bad Santa.
Ich könnte jetzt hier grossartig versuchen, diese Filme zu umschreiben, überlasse dies aber lieber sonstjemandem: Hier und hier, wobei ich bei ersterem review anfügen möchte, dass mir all die vielen glücklichen Zufälle («verblüffenden Wendungen») mit der Zeit ein Wenig auf den Sack gegangen sind, aber das ist wohl Geschmackssache.
Ich fand jedenfalls beide Filme gut, lustig und empfehlenswert, «Bad Santa» gewinnt aber im direkten Vergleich.