Bzw. bei denen, die pidgin-privacy-please schon kennen bleibt es ruhiger. Bei allen anderen, die durch nervenden IM-Spam Einbussen in ihrer ansonsten makellosen Produktivität verzeichnen, möchte ich die Veröffentlichung der neuesten Version zum Anlass nehmen, darauf hinzuweisen, dass pidgin-privacy-please nicht nur Spam von spezifischen Benutzern, sondern auch generell alles von unbekannten Nachrichtenquellen, wiederholte Authorisationsanfragen sowie einigen weiteren Müll entsorgen kann.
Wer pidgin hat, sollte auch das Plugin problemlos installieren können: neben dem Quellcode gibt es vorgefertigte Pakete für Debian und Ubuntu, verschiedenste RPMs und sogar einen Installer für Windows.
Nun denn, auf eine ruhige Zeit.
Ab sofort ist die breite Öffentlichkeit dazu aufgerufen, den neuen, experimentellen planster auszuprobieren. Alles ist anders, vieles ist besser, und dank Philipps Mithilfe ist meiner Meinung nach auch die Optik erheblich ansprechender.
Probleme, Wünsche und sonstige konstruktive Kommentare sind im bug tracker am besten aufgehoben.
Ahja, die NX-Version bitte nicht produktiv verwenden, da die Daten gelegentlich vernichtet werden…
Weil wir uns bald schon dem Ende des ersten Jahrzehnts im dritten Jahrtausend nähern, wird es wohl Zeit, sich neuen Technologien gegenüber zu öffnen, ja, diese gar zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Deshalb ist ott.net ab sofort, und der Laie wird sich zurecht fragend den Kopf kratzen, per IPv6 erreichbar.
Wer eine IPv6-ready Internetanbindung geniesst, könnte unter Umständen rechts bei “You” bereits seine v6-Adresse erspäht haben. Ansonten hilft um Klarheit zu schaffen ein Besuch auf der expliziten IPv6-Adresse ipv6.ott.net, welche für Technologiemuffel nicht erreichbar ist.
Wer das jetzt auch unbedingt haben muss, SixXS bietet gratis tunneling.
Jedenfalls heisse ich mich selber in einer noch recht leeren Welt der unbegrenzeten Adressierbarkeit willkommen und werde entspannt zurücklehnen und die Stille geniessen.
Ah, waren das noch Zeiten, als Webseiten überprüften, ob der Benutzer denn auch wirklich einen der auserlesenen Browser verwendet.
Ich meine natürlich, ah *sind* das noch Zeiten!

Grr.
Du sollst nicht spammen. Oder so.
Spammer. Diese, in der Entwicklungsstufe des frühen homo habilis stehengebliebene Spezies hat sich im Verlauf der Jahrtausende darauf spezialisiert, Kommunikationswege zu verstopfen. Was in Zeiten der Steintafeln und Höhlenmalereien durch äussere Umstände nur bedingt möglich war (mir ist jedenfalls spontan keine Ausgrabung mit der Aufforderung bekannt, sein bestes Stück grösser dimensionieren zu lassen – oder sind das frühe Viagra-Werbungen?), wird in Zeiten der elektrifizierten Röhrenpost zum Unumgänglichen Übel.
Sowohl als Internetanweder als auch in meiner Serveradminrolle hätte ich Sinnvolleres zu tun, als dauernd die WarpspulenSpamfilter neu auszurichten oder tiefphilosophischen Metaspam zu verfassen, komme aber nicht umhin, den Untaten dieser Kleingeister jeden Monat ein paar Dutzend Minuten zu widmen.
Auf der anderen Seite muss es aber auch eine ungemein grosse Zahl intellektuell bescheidener Internetanwender geben, die tatsächlich glauben, der nigerianische Thronfolger benötige sie zwecks monetärer Transaktionen, im Netz gäbe es hurenbillig richtige Medikamente und Singles aus Ihrer Umgebung hätten es auf sie abgesehen.
Alleine die lustige Vorstellung ebendieser Spamkunden hält mich letztlich von der Aufforderung ab, dem guten Beispiel zu folgen. Das und die Tatsache, dass meine Filter mittlerweile bis auf ca. 1 Mail wöchentlich alle Müllkommunikation fachgerecht entsorgen.